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PV-Module mit tiefenstrukturiertem Glas - Alleinstellungsmerkmal durch Blendfreiheit und Ertragsteigerung

PV-Module mit tiefenstrukturiertem Glas - Alleinstellungsmerkmal durch Blendfreiheit und Ertragsteigerung

Sich mit besonderen Merkmalen am Produkt im hart umkämpften Solarmarkt hervorzuheben wird notwendiger denn je. Hier bietet der Einsatz von Spezialgläsern bei PV-Modulen eine ideale Möglichkeit, sich von den Wettbewerbern klar zu differenzieren; insbesondere der Einsatz von tieftexturierten Prismenglas bietet hier eine hervorragende Möglichkeit. Der Einsatz von tiefenstrukturierten Solarglas bietet nicht nur rein optisch die Möglichkeit, sich von der Uniformität der Standardmodule abzusetzen, sondern hat auch vielfältige technische Vorteile, die den Einsatz nahelegen. Ein Blick aufs Detail gibt Aufschluss:

Was ist tiefenstrukturiertes Glas?

Anders als bei den in der Regel eingesetzten Frontgläsern bei Solarmodulen, zeigt sogenanntes „tieftexturiertes Glas“ eine ausgeprägt strukturierte Oberfläche mit einer Tiefe von circa einem Millimeter, die sich zur Steigerung des Modulwirkungsgrads die Grundlagen der Physik zu Nutze macht.

Um Sonnenlicht effizient in Strom umzuwandeln kommen Reflexion und Energietransmission des Solarglases eine entscheidende Rolle zu. Bisher standen Anstrengungen von Glasherstellern, den Transmissionswert des Glases durch die Reduzierung des Eisenanteils zu verbessern im Vordergrund. Nun wird durch die strukturierte Gestaltung der Oberfläche ein Solarglas mit einem deutlich erhöhtem Transmissionsgrad erreicht. Bei der Herstellung wird die Oberfläche des Glases derart strukturiert, dass ein sogenannter Lichtfalleneffekt eintritt. Hierbei wird die externe Reflexion zwischen Luft und Glasoberfläche verringert und ein Teil des Lichts zurück ins Glas gelenkt. Damit wird der Modulwirkungsgrad messbar gesteigert.

Warum tiefenstrukturiertes Glas?

Labortests zeigen, dass die Verwendung von polykristallinen Siliziumsolarzellen mit speziellen tiefenstrukturierten Solargläsern eine Effizienzsteigerung von circa 2% ausmacht. Auch bei nicht optimal orientierten Dächern oder Systemen wie beispielsweise bei Ost-West-Ausrichtung, kann der Anlagenbetreiber mit bis zu 7% mehr Ertrag im Vergleich zu Modulen mit Standardglas rechnen.


Ein weiterer interessanter Vorteil ergibt sich durch die signifikante Reduzierung der Blendwirkung durch die strukturierte Oberfläche des Glases – ob mit oder ohne ARC-Beschichtung (anti-reflection coating). Dies erschließt neue Möglichkeiten für durch Blendwirkung anfällige oder sogar unzulässige Standorte, wie z.B. in der Nähe von Flughäfen, und ermöglicht auch den bedenkenlosen Einsatz von PV-Modulen in dicht bebauten Wohngegenden.

Nachholbedarf bei Simulationssoftware

Einziger Wehrmutstropfen ist derzeit der dringende Nachholbedarf, die Besonderheiten dieser Technologie in der gängigen Simulationssoftware abzubilden, um die in Labortests gemessene Effizienzsteigerung auch in der Erstellung von Wirtschaftlichkeitsberechnungen entsprechend zu berücksichtigen. Dies macht es derzeit nicht immer einfach, den Mehrpreis für diese Glasart im Verkaufsgespräch abzubilden. Ziel muss es deshalb sein, in der Argumentation den existierenden Mehrwert zu benennen. Zum einen die höhere Leistung des Moduls, zum anderen das visuelle Alleinstellungsmerkmal der Oberflächenstruktur.

Mit dem ECO LINE NON-REFLECT von Luxor Solar bietet Krannich Solar ein Modul das höchste Anforderungen an ein blendfreies Solarmodul erfüllt. Das Modul ist mit speziellem nichtreflektierendem Solarglas verarbeitet und eignet sich perfekt für Orte, wo keinerlei Reflexionen von den Modulen zurückgeworfen werden dürfen, wie beispielsweise bei Flughäfen oder neben Straßen und in Wohnsiedlungen.

15.03.2019 15:51
von Anita Hartmeyer

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